Kommunikationswissenschaft/Literaturwissenschaft, M.A.
Di 10-12, LG 4 / D 03

Michael Giesecke

Die Veranstaltung verdeutlicht an verschiedenen historischen Beispielen, wie sich kulturelle Phänomene aus einer kommunikationstheoretischen Sicht verstehen lassen. Diese wird eingangs von allgemeinen kulturtheoretischen, geschichts- und sprachwissenschaftlichen Konzepten abgegrenzt. Als Einstiegslektüre: Harry Pross: Geschichte und Mediengeschichte (1980) [Text kann im Sekretariat/Frau Psurek abgeholt werden]. Zu konfrontieren mit den Sammelbänden der Reihe ‘Historische Kulturwissenschaft’.
Neben kommunikations- und medientheoretischen Grundbegriffen werden einschlägige Veränderungs- und Entwicklungstheorien vorgestellt. Die bislang bevorzugten Theorien sozialer Kommunikation sowie Konzepte, die Kommunikation an Sprache und Bewußtsein binden, reichen nicht aus, um die Veränderung des Zusammenwirkens von Mensch/Gesellschaft, Natur und Technik in komplexen Netzwerken abzubilden. Aussichtsreicher sind allgemeinere und ökologisch orientierte Ansätze.

 

Literatur:

Schlögl, Rudolf/Giesen, Bernhard/Osterhammel, Jürgen (Hg.): Die Wirklichkeit der Symbole. Grundlagen der Kommunikation in historischen und gegenwärtigen Gesellschaften. Konstanz 2004. (Historische Kulturwissenschaft, Bd. 1).

Crivellari, Fabio/Kirchmann, Kay/Sandl, Marcus/Schlögl, Rudolf (Hg.): Die Medien der Geschichte. Historizität und Medialität in interdisziplinärer Perspektive. Konstanz 2004. (Historische Kulturwissenschaft, Bd. 4).

Grampp, Sven/ Kirchmann, Kay/ Sandl, Marcus/Schlögl, Rudolf/Wiebel, Eva (Hg.): Revolutionsmedien – Medienrevolutionen. Konstanz 2008. (Historische Kulturwissenschaft, Bd. 11).

Rühl, Manfred: Ist eine Allgemeine Kommunikationswissenschaft möglich? – Eine Autopolemik. In: Medien & Kommunikation. Heft 2, 2004, (52. Jg.), S. 173-192, hier S. 174.