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Literaturwissenschaft, B.A.
Mo 18-20, LG 4 / D 04

Heiner Stahl

Dieses BA-Seminar vermittelt einen Zugang zur neuen deutschen Popliteratur und zeigt an Beispielen, wie Klang und Sound in den verschiedenen Erzählebenen dargestellt werden. Ob „Russendisko“ (Kaminer), „Dorfpunks“ (Schamoni), „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ (Brussig) oder „Soloalbum“ (Stuckrad-Barre), überall klingt es aus den Texten der deutschen Popliteratur. Nur: Ist dem Sound, den diese Texte erzeugen, bereits nachgespürt worden Ist Popliteratur nicht nur eine Markenbezeichnung für eine bestimmte Form von Erzählen, in der der Autor sich selbst als Popstar inszeniert. Oder: Warum erzählen Autoren wie Hubert Fichte, Jörg Fauser oder Rolf-Dieter Brinkmann Anti-Stargeschichten der 1960er Jahre.Dieser Kurs bietet eine Einführung in die Analyse von Texten der deutschen Gegenwartsliteratur seit den 1970er Jahren. Es werden die Verhältnisse von Literatur als Medium und die Verarbeitung von Klängen und Bildern aufgezeigt.


Literatur:
Jörg Fauser: Die Harry-Gelb-Story, Augsburg, 1973/2004.Hubert Fichte: Die Palette, Frankfurt, 1968/2005.
Thomas Brussig: Am kürzeren Ende der Sonnenallee, Berlin 1999.
Rocco Schamoni, Dorfpunks, Hamburg 2004.Benjamin, Stuckrad-Barre von, Soloalbum, Köln 1999.
Vladimir Kaminer, Russendisko, Berlin 2000.Kaspar Maase Grenzenloses Vergnügen. Frankfurt a.M. 1997.
Thomas Krettenauer, Michael Ahlers: Pop insights. Bielefeld 2007.
Volker Steenblock, Kultur oder Die Abenteuer der Vernunft im Zeitalter des Pop. Leipzig 2004.
Thomas Ernst: Popliteratur. Hamburg 2001